Parque Nacional Perito Moreno

Cerro Leon

Kurz vorm Zubettgehen um 23:00 Uhr des gestrigen Abends standen wir staunend vor unserem Fernreise SUV und bewunderten den klaren eindrucksvollen Sternenhimmel über uns.

Gegen Mitternacht wurden wir aber schlagartig wach – Sturm und heftiger Regen.

Das bekannte aber immer wieder überraschende Phänomen des Wetters in Patagonien – alle vier Jahreszeiten können an einem Tag erlebt werden. Schnee fehlt uns allerdings noch.

Leider haben wir in Anbetracht des gestrigen guten Wetters versäumt das Auto in den Wind zu stellen. So bieten wir dem Sturm nicht die Stirn- sondern die Breitseite. Eine sehr unruhige Nacht ist die Folge.

Wir wollen heute auf den Cerro Leon (1.434 m) - Berg des Berglöwen - wandern. Dazu müssen etwa 600 Höhenmeter überwunden werden. Und das bei nach wie vor stürmischen und kalten Winden, aber strahlend blauen Himmel. Es wird eine Wanderung mit Mütze / Stirnband und Handschuhen. Eine für uns neue Erfahrung.

Der Aufstieg soll vom Parkplatz etwa 2 Stunden dauern. Der Weg geht – wie wir es bereits von den Wanderwegen in Argentinien kennen – steil und ohne Umwege über Serpentinen auf direktem Weg bergauf. Dann folgen enge Kehren auf dem Grad, immer mit dem Wind von vorne. Aber die Härte waren die letzten Meter. War der Wind vorher schon heftig, hier wurde dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Es erwies sich als Kampf Mensch gegen das Element Wind. Und der Wind hat keine schlechten Chancen.

Der Blick auf den Lago Belgrano entschädigt aber alles. Er legt sich wie ein riesiger Ring um die gleichnamige Halbinsel. Besonders faszinierend sind die unterschiedlichen Farben des Sees von dunklem Blau zu einem unglaublich intensiven Türkis. Dies an den unterschiedlichen Zuflüssen.

Damit man sich auf dem Gipfel aufhalten kann, gibt es hier einen ringförmigen Windschutz.

Und hier das heutige Suchbild – wer findet unser Fernreise SUV?

Anschließend fahren wir im Park zum Rio und zum Lago Volcán. Es bieten sich immer wieder tolle Ausblicke. Nur aussteigen und wandern – dazu haben wir heute keine Lust mehr. Der Wind ist doch zu heftig und vor allem viel zu kalt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Dieter Schweisfurth (Sonntag, 15 März 2015 19:17)

    Hallo Ihr Lieben,
    immer, wenn ich mal Zeit habe, schaue ich in Eure wunderbaren Blogs mit den tollen Bildern. Das sind wirklich Wahnsinnsfotos und entsprechende Eindrücke, die selbst ich - ca. 12.500 km von Euch entfernt - sehr genieße. Ich hoffe, wenn Ihr wieder in der Heimat seid, dass es einen großen Vortrag von Euch gibt - fände ich toll.
    Fährt Euer Auto wieder? Bärbel- also meine Frau! - erzählte, dass Ihr auf Ersatzteile aus good old Germany wartet! Ich drücke die Daumen!!

    Hier ist alles normal, der Frühling kommt und wir freuen uns auf den Garten, Tennis, Golf und alle Frischluftaktivitäten.

    Euch alles, alles Gute!

    Herzlichst

    Dieter

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