Laguna Torre

El Chaltén - Tag 3

Nach Aussage der Parkranger solles heute ein schöner Tag werden. Bei Sonnenaufgang ist davon noch nichts zu sehen, der Himmel ist wolkenverhangen.

Als wir allerdings gegen 8:00 Uhr aufstehen ist der Himmel nur blau. Und es geht nur ein laues Lüftchen. Ein schöner Tag um die Wanderung zur Laguna Torre zu starten. Wir gehen die ersten Meter durch den Ort El Chaltén, der erst 1986 gegründet wurde, sich aber zwischenzeitlich zum Einfallstor für den nördlichen Teil des Parks entwickelt hat. Es ist eine Stadt der Backpacker. Geschätzt 90 % der Besucher sind mit großen Rucksäcken unterwegs. Und schlagen wo es nur geht ihr Zelt auf.

Laut der uns von der Parkverwaltung kostenlos überlassenen Wanderkarte sind es bis zur Laguna 11 km mit einer Gehzeit von 3 Stunden (eine Strecke) mit 250 Höhenmetern und verspricht eine ausgezeichnete Sicht auf das Cerro Torre Gebiet.

Der Weg beginnt relativ steil und führt durch Steppenvegetation sowie die überall zu findenden kleingewachsenen Südbuchen.

Wir benötigen für den Weg knapp 4 Stunden.

Je weiter wir kommen desto ungemütlicher wird es. Die gute Sicht verschwindet ebenso wie die Sonne. Dafür kommt ein scharfer kalter Wind auf. Wir sind in Patagonien. Jetzt fehlt uns nur noch der Schneefall....

Wir ziehen uns an der Laguna warm an. Ich nehme sogar das Stirnband. Den 1 stündigen Weg zum Mirador Maestri treten wir nicht mehr an. Er soll sehr windanfällig auf einem Grad verlaufen. Und Sicht werden wir dort kaum haben. Wir machen nur eine kurze Rast und treten die Flucht aus der Kälte an.

Wir sind knapp eine Stunde gelaufen, da klart es sich hinter uns wieder auf. Für uns ändert sich aber nichts, der Cerro Torre bleibt in den Wolken verborgen.

Der Wind hat zwischenzeitlich wieder fast Sturmstärke erreicht. Mühsam kämpfen wir uns über die letzten Meter zurück zum Auto.

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